Gelassenheitsgebet 

  "Gott gebe mir die Gelassenheit,

Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, 

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden".  

 

    Lesen Sie eine Sichtweise zu diesem wunderschönen Gebet, die auch Ihnen einen Weg aufzeigen kann, zum praktischen Teil dieses Gebets zu gelangen. 


Dieses Gebet soll von dem US-amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts verfasst worden sein und es wurde im Lauf der Jahre sehr populär. Das ist nicht verwunderlich, denn das Gebet erreicht unseren Verstand und unser Herz. Demnach brauchen wir nur Gelassenheit, Mut und Weisheit, um unser Leben zu meistern.

 

Ich frage mich, ob uns Gelassenheit, Mut und Weisheit immer zur Verfügung stehen und wenn nicht immer, dann wenigstens, wenn wir sie brauchen. Wobei zunächst die Weisheit das Wichtigste ist, denn wir möchten als Erstes wissen oder fühlen, was wir ändern oder nicht ändern können. 

 

Wir glauben nicht wirklich daran

Stimmt das, dass Gelassenheit, Mut und Weisheit unsere Standard-Ressourcen sind?

Nein, denn wir begegnen zwar diesem Gebet mit einem "Es gefällt mir" oder wir werden nachdenklich, wohl vielleicht ahnend, dass darin eine tiefe Wahrheit schlummert, doch wir glauben nicht richtig daran, und wenn ja, nur halbherzig.  Warum schaffen wir es nur bis zum "ich glaube ein bisschen daran" und nicht mehr? 

 

Das Gebet finde ich großartig und es ist ein kraftvoller Ausdruck einer Wahrheit, letztlich selbst ein Ausdruck von Weisheit, allerdings wenn, und nur dann, wenn ich den goldenen Schlüssel habe: "Das eine vom anderen zu unterscheiden".

 

Ansonsten mutiert das Gelassenheitsgebet in unserem Unterbewusstsein zu einem Frustrationsgebet, unabhängig davon, ob wir es merken oder nicht.

 

Nur ein Gebet oder eine große Chance?

Ist das Gelassenheitsgebet nur ein Gebet oder doch eine große Chance, seine Botschaft in unserem Leben Ergebnis orientiert zu integrieren? Da ich mich für die letzte Option entschieden habe, möchte ich jetzt mit Ihnen meine praktischen Erfahrungen teilen: 

  1. durch diesen Beitrag
  2. falls der Beitrag Lust auf mehr macht, durch eine Fortsetzung als kostenloses eBook  und 
  3. falls Sie immer noch Appetit haben, können Sie gerne das Papierbuch zu diesem spannenden Thema erwerben.

 Doch zunächst setzen wir diesen Beitrag fort.

 

Gelassenheit und Mut kann man trainieren

Gelassenheit und Mut kann man erlernen, trainieren und früher oder später so verinnerlichen, dass wir angemessen der Situation, entweder mit Gelassenheit, Mut oder mit beidem antworten können. Das Entscheidende im Gelassenheitsgebet ist allerdings der Zugang zur Weisheit. Haben wir diese? Steht sie uns immer zur Verfügung? Wie nehmen wir sie wahr? Letztlich die Frage, worum es wirklich geht: Wie wissen wir, was wir ändern oder nicht ändern können, sei es bei uns oder außerhalb von uns. 

 

Bevor wir dieser begehrten Antwort näher kommen, erlauben wir uns einen Blick in das Innere des menschlichen Dasein. Dabei unterteilen wir in dieser kurzen Exkursion das, was wir "ich" oder "selbst" nennen, vereinfachend in drei große Bereiche:

  • Einfluss auf das Körperliche
  • Einfluss auf das Geistige und
  • Einfluss auf das Seelische

Dabei lassen wir in dieser ersten Untersuchung bewusst unser Umfeld außer Acht und das, was wir als "außerhalb von uns" erleben.

 

Einfluss auf das Körperliche nehmen

Wir setzen unsere kleine Exkursion fort, indem wir uns fragen, was ich im Bereich des Körperlichen willentlich ändern kann und setzen die gefundenen Punkte ins Verhältnis zu der Vielzahl an Abläufen und Vorgängen, die in unserem Körper stattfinden.  

 

Wie groß auch immer die Liste mit den gefundenen Punkten sein mag, wir werden zu der Erkenntnis gelangen, dass die Punkte, worauf ich möglicherweise Einfluss habe, im Verhältnis zu den unwillentlichen Abläufen im Körper, kaum der Rede wert sind.  

 

Möglicherweise erkennen wir wahrheitsgetreu an, dass wir zwar auf unseren Körper großen Einfluss haben, jedoch nur gemessen an dem, was wir möglicherweise vor 100, 500 oder einigen tausend  Jahren ändern konnten. Gemessen an der schöpferischen Entwicklung, die unser Organismus in den letzten 400 Mio. Jahren geleistet hat, ist der Grad von Veränderung, die wir heute willentlich anstreben können, kaum feststellbar. 

 

Die weise Erkenntnis dieser einfachen und ernüchternden Fakten versetzt uns in die Lage, in Betracht zu ziehen, dass wir - verhältnismäßig betrachtet - einen sehr geringen regulierenden Einfluss auf das Körperliche haben. 

 

Diese Erkenntnisse könnten einen besonderen Platz in unserem Lebensentwurf oder unserer Lebensphilosophie finden, zunächst beobachtend, um praktisch festzustellen, ob sie für uns wahr sein können, später, um sie in unser Leben zu integrieren.

 

Heißt das, dass wir auf körperlicher Ebene so gut wie nichts ändern können?

Nein, das sicher nicht. Es heißt nur - und das ist im Kontext des Gelassenheitsgebetes absolut entscheidend - dass wir uns bewusst sein sollten, welches Maß wir für den Einfluss ansetzen, den wir auf das Körperliche in uns auszuüben glauben. 

 

Im Gelassenheitsgebet heißt es ja "... und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden". Das bedeutet wir wollen schon ernsthaft wissen und erfahren, was wir wirklich ändern und was wir nicht ändern können.

 

Meine eigene Erfahrung und das Feedback meiner Klienten zeigt mir, dass der Grund unseres Kummers, Versagens, unserer Schmerzen und Misserfolge oft der ist, dass wir uns möglicherweise eine Macht des Einflusses in Bereichen einbilden, in denen wir diese gar nicht haben und wenn doch, nur in bescheidenem Maß. 

 

Fehleinschätzung

Diese Fehleinschätzung ist der eigentliche Misserfolg, nicht die Sache selbst, die nicht so funktioniert, wie wir wollen. Diese Fehleinschätzung fokussiert uns außerdem auf das Unmögliche und lenkt uns vom Möglichen ab, also gerade von dem, was wir wirklich ändern können, obwohl das Veränderbare sehr klein sein mag.

 


Das Entdecken des Veränderbaren


Doch gerade das Entdecken des Veränderbaren, auch wenn dieses klitzeklein erscheinen mag, kann unsere innere und äußere Welt enorm verändern, also unser Leben, unsere Beziehungen, Finanzen, Gesundheit, unseren Job, unser Lebenswerk und vieles mehr. Wir würden sehr schnell einsehen, dass es keinen Sinn macht, soviel Energie zu verschwenden in dem Versuch, Dinge verändern zu wollen, die nicht ohne weiteres veränderbar sind.


Die dadurch frei gewordene Energie können wir dann für die Dinge einbringen, die wir wirklich verändern können. Das hört sich ein wenig wie ein Stück Paradies an, oder? Allein durch diese Erfahrung kommt uns das Gelassenheitsgebet näher, es wirkt nicht mehr so unerreichbar, es wird menschlicher.

 

Das ist es, was die meisten von uns anstreben. Das Leben jeden Tag etwas besser zu machen, wertvoller, freundlicher, friedlicher, spannender, klarer, freier, kreativer, sicherer, lebenswerter, spiritueller, liebevoller...


Wir hätten es viel einfacher, wenn wir in Verbindung mit dieser Weisheit wären, die uns ermöglicht zu unterscheiden, was ich ändern bzw. nicht ändern kann. Allein dies würde unsere innere Welt jeden Tag ein Stück freier, klarer und sicherer machen.

 

Und das würde niemals ohne positiven Folgen auf unsere äußere Welt bleiben!

 

Einfluss auf das Geistige und Seelische

Darauf komme ich gerne im kostenlosen eBook und im Papierbuch ausführlicher zurück. 

 

Was können wir wirklich ändern und was nicht?

Wenn Sie daran interessiert sind herauszufinden, was Sie wirklich ändern können, dann lassen Sie sich das kostenlose eBook "Aufmerksamkeit und Demut", Vorbereitungen für eine Reise in die Welt des Veränderbaren senden. Es ist im PDF-Format mit praktischen Übungen, kraftvollen Empfehlungen und kristallklaren ToDo-Listen per eMail erhältlich.

 

Eine wunderschöne Zeit wünscht Ihnen

 

Orlando J. Silva

Coaching aus Leidenschaft